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Was kommt nach der Schule? Ausbildung, weiterführende Schule oder doch ein Studium? Diese Fragen beschäftigen viele Jugendliche. Um unsere Schülerinnen und Schüler bei ihrer beruflichen Orientierung bestmöglich zu unterstützen, arbeitet unsere Schule seit vielen Jahren eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Kooperation sind die regelmäßigen Beratungsgespräche mit unserer Berufsberaterin Frau Kipka, die jeden Donnerstag an unserer Schule für die Jugendlichen da ist. Um mehr über ihre Arbeit und ihren persönlichen Werdegang zu erfahren, haben die Schülersprecher Finn Lichau und Riola Bislimi Frau Kipka zu einem Interview eingeladen. Dabei wurde schnell deutlich, mit wie viel Leidenschaft Frau Kipka ihren Beruf ausübt. Sie beschreibt sich selbst als zuverlässig, engagiert und offen. Besonders gerne arbeitet sie mit jungen Menschen und begleitet sie bei wichtigen Entscheidungen für ihre Zukunft. Schon früh hatte sie eigene Berufswünsche: Lehrerin oder Polizistin. Ihr beruflicher Weg führte sie jedoch zunächst über den Realschulabschluss in Brilon an ein Berufskolleg. Anschließend absolvierte sie eine betriebliche Ausbildung zur Fachangestellten für Arbeitsmarktdienstleistungen, ist als IT-Fachbetreuerin tätig und schloss schließlich ein berufsbegleitendes Zertifikatsprogramm an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HDBA) erfolgreich ab.
Auf die Frage von Finn und Riola, warum sie sich für die Berufsberatung entschieden habe, antwortete Frau Kipka ohne zu zögern: „Ich liebe meinen Job.“ Für sie sei die Berufsberatung weit mehr als nur eine Tätigkeit – sie verstehe sie als Berufung. Jugendliche auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten und ihnen Perspektiven aufzuzeigen, sei für sie eine besonders erfüllende Aufgabe. Natürlich interessierten sich die Schülersprecher auch dafür, welche Fragen Schülerinnen und Schüler am häufigsten stellen. Frau Kipka berichtete, dass viele Jugendliche wissen möchten, mit welchem Beruf man besonders gut verdienen könne, ob für eine Ausbildung das Abitur notwendig sei oder welche Rolle die Schulnoten bei Bewerbungen spielen. Ein weiteres Thema des Interviews war die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung. Frau Kipka betonte, dass sie in ihren Gesprächen oft nur einen kurzen Einblick in die Lebenswelt der Jugendlichen bekomme. Die Lehrkräfte hingegen begleiteten die Schülerinnen und Schüler über viele Jahre und verfügten über wertvolle Kenntnisse zu deren Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb sei der Austausch zwischen Schule und Berufsberatung besonders wichtig. Durch die Veränderungen auf dem Ausbildungsmarkt, aber auch in der Arbeitswelt, ist es essentiell aktuelle Informationen zu Berufen aus erster Hand zu erhalten. Daher ist die gute, enge Zusammenarbeit auch mit den Arbeitgebern und der regelmäßige Kontakt sehr wichtig. Die regionalen Arbeitgeber bieten unter anderem Betriebsbesichtigungen für Schülerinnen und Schüler sowie für Eltern an. Dort kann sich jeder direkt vor Ort die Arbeitsumgebung, aber auch die einzelnen Ausbildungsberufe praktisch anschauen. In der Schule finden ebenfalls Ausbildungsmessen, Planspiele und viele weitere Veranstaltungen der Berufsberatung und der Arbeitgeber statt, um gute Einblicke in die regionalen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu erhalten. Gefragt nach ihren Erwartungen an die Beratungsgespräche an unserer Schule erklärte Frau Kipka, dass sie sich gut vorbereitete Schülerinnen und Schüler wünsche, die eigene Fragen mitbringen und sich bereits Gedanken über ihre beruflichen Ziele gemacht haben. Ebenso wichtig sei ihr der Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses, damit die Jugendlichen offen über ihre Wünsche, Sorgen und Zukunftspläne sprechen können.
Auch für Eltern hatte Frau Kipka wertvolle Ratschläge. Wenn Kinder und Jugendliche noch unsicher seien, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen möchten, empfehle sie möglichst viele Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern – gerne auch während der Ferien. Zudem sei es sinnvoll, neben einem Wunschberuf immer einen Plan A, Plan B und Plan C zu entwickeln. Besonders wichtig sei es, die individuellen Stärken der Jugendlichen zu erkennen und zu fördern. Zum Abschluss gab Frau Kipka Eltern und Schülerinnen und Schülern noch einen wichtigen Gedanken mit auf den Weg: Kinder sollten bei ihrer Berufsfindung unterstützt, aber nicht in eine bestimmte Richtung gedrängt werden. Eine gute Begleitung bedeute, weder zu überfordern noch zu unterfordern, sondern gemeinsam passende und realistische Perspektiven zu entwickeln.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Kipka für das offene Gespräch und ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Schülerinnen und Schüler. Ebenso gilt unser Dank unserem engagierten Schülersprecherteam Finn Lichau und Riola Bislimi, die das Interview vorbereitet und durchgeführt haben. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag, damit unsere Jugendlichen gut informiert, selbstbewusst und zuversichtlich ihren Weg in die berufliche Zukunft gehen können und die regionale Wirtschaft von den Fachkräften profitieren kann.



