
Bildung für nachhaltige Entwicklung an unserer Schule
Die Sekundarschule Am Eresberg verankert Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) seit ihrer Gründung im Jahr 2014 kontinuierlich im Schulalltag. Erste Maßnahmen wie das Sammeln von Tonerpatronen, Handys und Batterien sowie die Nutzung von Papier mit Ecolabel bildeten den Ausgangspunkt für ein wachsendes Bewusstsein im verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Seit dem Schuljahr 2020/21 wurde dieser Ansatz systematisch weiterentwickelt. Mit Projekten wie „Das große Krabbeln“ und dem Aufbau des „Grünen Klassenzimmers“ bewarben wir uns 2022 erfolgreich als „Schule der Zukunft“. Das Grüne Klassenzimmer ist heute ein fester Bestandteil unseres Schulgeländes und steht exemplarisch für handlungsorientiertes Lernen in und mit der Natur.
Parallel dazu entstand am Teilstandort ein Schulgarten mit Hochbeeten, Kompostanlage und regulären Gemüseflächen. Die Anlage einer Streuobstwiese ergänzte das Konzept. Schülerinnen und Schüler übernehmen im Kurs „Nachhaltigkeit und Umwelt“ sowie an Projekttagen Verantwortung für Planung, Pflege und Weiterentwicklung. Nachhaltigkeit wird hier praktisch erfahrbar – vom Kompostkreislauf bis zur Ernte eigener Produkte.
Auch im Schulalltag wurde Ressourcenschonung weitergedacht: In Kooperation mit einem lokalen Partner beziehen wir fair gehandelten Kaffee. Der anfallende Kaffeesatz wird gesammelt und in der schuleigenen Kompostanlage weiterverwendet. So entsteht ein sichtbarer Kreislauf zwischen Konsum, Wiederverwertung und Bodenverbesserung.
Nachhaltigkeit verstehen wir jedoch nicht ausschließlich ökologisch. Sie umfasst für uns ebenso soziale, kulturelle und demokratische Dimensionen. Seit 2020 wird die Klassenfahrt des 8. Jahrgangs nachhaltig ausgerichtet: Die Anreise erfolgt möglichst mit dem Fahrrad, Ziele werden regional gewählt, und Selbstversorgung sowie gemeinschaftliche Verantwortung stehen im Mittelpunkt. Naturerfahrung, Gesundheitsförderung und nachhaltige Mobilität greifen hier ineinander.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Erinnerungskultur. Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs setzen sich in einem wiederkehrenden Projekt mit den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen am historischen Standort Marsberg auseinander. In Kooperation mit externen Partnern arbeiten sie mit historischen Quellen, reflektieren Einzelschicksale und gestalten eigene Beiträge zur Erinnerungskultur. Fragen von Menschenwürde, Inklusion und demokratischer Verantwortung werden so konkret erfahrbar.
Zur Förderung eines positiven Schulklimas wurde zudem die tiergestützte Pädagogik eingeführt. Der Schulhund begleitet Unterrichts- und Betreuungsphasen und unterstützt soziales Lernen, emotionale Stabilität und Empathie. Nachhaltigkeit zeigt sich hier im verantwortungsvollen Umgang mit Lebewesen und im Aufbau tragfähiger Beziehungen.
Mit dem Projekt „Schule schaut hin“ wurde ein Raum für Filmkultur und kritische Medienbildung geschaffen. Schülerinnen und Schüler erhalten kulturelle Teilhabe und lernen, Medien reflektiert zu nutzen und einzuordnen. Nachhaltigkeit bedeutet hier langfristige Befähigung zu kritischem Denken und verantwortlichem Handeln.
An der Sekundarschule Am Eresberg verstehen wir BNE als ganzheitlichen Schulentwicklungsprozess. Ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Perspektiven werden bewusst miteinander verknüpft. Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung, gestalten Projekte aktiv mit und erleben, dass ihr Handeln Wirkung zeigt.
Unsere Entwicklung zeigt eine klare Linie: von einzelnen Umweltmaßnahmen hin zu einem breit verankerten, mehrdimensionalen Nachhaltigkeitskonzept, das Unterricht, Schulorganisation und Schulkultur gleichermaßen prägt. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist für uns kein Zusatz, sondern Bestandteil unseres Selbstverständnisses als lernende und verantwortungsbewusste Schule.




















Die Entwicklung des Grünen Klassenzimmers und unserer BNE Aktivitäten in einem Video (erstellt für den Tag der offenen Tür 2023)
